Schützraum – ein musikalisches Äthernettheater-Webzert

© Christian Hostettler

Schützraum – ein musikalisches Äthernettheater-Webzert

Ein transmediales Hybrid-Format, das es so noch nie gegeben hat: Begeben Sie sich mit uns in den SchützRaum. Dieser öffnet sich online auf YouTube und Facebook für Sie am Freitag, 12. Juni, 19:30 Uhr und schützt Sie zwar nicht vor Erkenntnis, sinnlichen und rationalen Erlebnissen, aber bringt Sie in Position. Ihre Mit-Wirkung ist gefragt. Neben den Uraufführungen, den Gesprächen, den Beschimpfungen erwartet Sie Ihre Mit-Wirkung. Seien Sie nicht nur dabei. Seien Sie dabei wirkend!

Freitag, 12. Juni 2020, 19:30 Uhr

Der Livestream ist abrufbar auf den Kanälen von AuditivVokal Dresden: https://www.facebook.com/auditivvokal.de/ https://www.youtube.com/channel/UCsuyrfVWGhEffoaO9RevyuQ

»Wir wollen die Krise als Chance sehen und darauf reagieren, in dem wir mit virtueller Kommunikation und Kreativität neue unkonventionelle Musikformate erfinden«, beschreibt der Komponist Alberto Arroyo die Grundidee des Webzertes, welches am Freitag, dem 12. Juni 2020 ab 19:30 Uhr via Youtube und Facebook ausgestrahlt wird. Arroyo studierte an der Dresdner Hochschule für Musik Komposition, ist nun Doktorand der Musikwissenschaft und komponiert für das Ensemble AuditivVokal Dresden.

AuditivVokal Dresden unter der Leitung von Olaf Katzer und die Kompositionsklasse von Professor Stefan Prins der Musikhochschule wollen zusammen mit dem Publikum den sogenannten »Schützraum« betreten, angelehnt an den Komponisten Heinrich Schütz. »Mit dem Vorhaben des »Schützraumes« möchten wir mit AuditivVokal Dresden in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik ein Zeichen setzen, dass die Musikkunst in reflektierter Form mit den medialen Möglichkeiten des Internetstreaming umgeht. Darüber hinaus schaffen wir mit der Partizipationsmöglichkeit ein neues Format künstlerischer Interaktion.« so Katzer. Ein solches Format künstlerischer Interaktion habe es noch nie gegeben.

Neben den Paraphrasen zu Peter Handkes Sprechstück »Publikumsbeschimpfung« sowie musikalischen Kompositionen von Heinrich Schütz und jungen Dresdner Komponisten, werden unter anderem auch improvisierte Kompositionen - sogenannte ‚comprovisations‘ - von Kompositionsstudierenden der Dresdner Hochschule aufgeführt. «Die Studierenden haben eigene Stücke am Computer entworfen, aufgenommen und untereinander zur Bearbeitung weiterverschickt. Herausgekommen sind sieben ‚comprovisations‘, die ohne Zutun des jeweils anderen nicht geworden wären, was sie sind. Im letzten Schritt nahmen die Komponisten Vokalimprovisationen von Sänger*innen von AuditivVokal Dresden auf, die dann in jede Komposition integriert wurden.« so Stefan Prins, Professor für Komposition an der Dresdner Musikhochschule.

Bei diesem neuartigen transmedialen Hybrid-Format, werden nebst Uraufführungen, Gesprächen, und Beschimpfungen insbesondere die Mit-Wirkung des Internetpublikums erwartet.

Das Projekt von AuditivVokal Dresden wird präsentiert von Höfer & Tausch GmbH und weiterhin möglich gemacht durch zahlreiche private Spenden. Es wird veranstaltet in Kooperation mit dem Hybrid Music Lab der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)

  • Phantasien zu Peter Handkes »Publikumsbeschimpfung« 
  • Uraufführungen der Comprovisationen aus dem Hybrid Music Lab (Leitung: Prof. Dr. Stefan Prins) der Hochschule für Musik Dresden mit Studierenden seiner Kompositionsklasse: Ole Hübner, Sol-i So, Beniamino Fiorini, Daniel Muñez-Osorio, Ziteng Ye, Sowon Yun, Volker Sondermann und Jaei Hyuk-Ra unter Beteiligung von den AuditivVokal-Mitgliedern Anna Palimina, Felix Schwandtke, Angela Wingerath, Timo Timović, Viktoria Wilson, Marie Bieber und Katja Fischer
  • Musikalische Kompositionen von Heinrich Schütz, Alberto Arroyo (UA), Amir Shpilman (UA), Richard Röbel (UA), Fojan 

Gharibnejad (UA), Manuel Sánchez García (UA), Reiko Füting 

  • Live-Comprovisierende Sänger*innen des Ensembles AuditivVokal Dresden: Katharina SaldenStefan Kunath, Alexander Bischoff, Jonas Finger, Cornelius Uhle und Jan Heinke
  • In Gesprächen sind zu erleben: Prof. Dr. Jörn Peter Hiekel (Institut für Neue Musik Dresden), Holk Freytag, (Präsident der Akademie der Künste), Prof. Dr. Stefan Prins mit unserem Ensemblephilosophen Dr. Friedrich Hausen
  • Publikumspartizipation
  • Toningenieur Christoph Mann
  • Künstlerischer Leiter Olaf Katzer


Im Schützraum schauen Sie uns an, wenn wir mit Ihnen sprechen. Sie schauen uns nicht zu. Sie schauen uns an. Sie werden angeschaut. Sie sind ungeschützt. Jedenfalls haben Sie sich etwas erwartet. Allenfalls haben Sie sich das erwartet, was Sie hier hören. Aber auch in diesem Fall haben Sie sich etwas anderes erwartet. (nach Peter Handke)

Kontakt

  • AuditivVokal Dresden
    Könneritzstraße 19
    01067 Dresden
  • +49 (0)351 40 760 493
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