© Camille Blake

Die auditive Jahresbroschüe 2022

"Die Charmeoffensive aus Elbflorenz"

Unsere neue Jahresbroschüre ist da! 

Hier können Sie sich in aller Ruhe etwas vertiefen:
https://issuu.com/auditivvokal/docs/av-prog_2022-ebook

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

uns Auditiven geht es auch im Jahr 2022 um das große Ganze: „Darum: Wir leben“ ist eine kurze Sentenz aus Heinrich-Schütz´ „Musikalischen Exequien“, die wir für das Heinrich Schütz Musikfest neu interpretieren werden. Die Topoi um Leben, Tod, Trauer und die Vorstellung um ein ewiges Leben werden wir dabei zusammen mit den
spanischen Komponisten José María Sanchéz-Verdú und Alberto Arroyo sowie einer Stipendiatin, die – wie einst Schütz in jungen Jahren in Venedig - bei uns in Dresden ein Kompositionsstipendium bekommen wird, neu beleuchten.

Die Vertonung eines ewigen Lichtes wird uns dabei schon im Frühjahr in zwei Konzerten mit der Dresdner Philharmonie beschäftigen: Neben dem Klassiker „Lux aeterna“ von Györgi Ligeti widmen wir uns dem über allen Zeiten schwebenden Nicolas Gomberts „Media vita“. Schütz komponierte in Dankbarkeit zu seinem Förderer Moritz, Landgraf von Hessen, mit seinen italienischen Madrigalen „Verehrungsklänge“ – dies haben wir zum Anlass genommen, im 15. Jahr unseres Bestehens beim Deutschen Chorfest Leipzig verehrende Klänge zum Klingen zu bringen und prominente Menschen mit runden Geburtsoder Todestagen zu feiern: Das sind Heinrich Schütz, der sorbische Komponist Korla Awgust Kocor, Iannis Xenakis und der große Stimmforscher des 20. Jahrhunderts Alfred Wolfsohn. Und wir verehren auch unser Heimatland Sachsen. Mit vier Uraufführungen wollen wir den ästhetischen Wert und die künstlerischen Potenziale der sächsischen Dialekte und Intonationen erlebbar machen.

Europa braucht heutzutage neue und mehr Ideen für bessere Verbundenheit denn je. Neben dem Programm „Vision Europa“, das wir für das Kirchenmusikfestival Schwäbisch-Gmünd entwickelt haben und in dem es eine Neuvertonung des Friedrich Schiller Gedichtes „An die Freude“ von Vladimir Rannev zu entdecken gibt, werden wir auch Osteuropa bereisen und beim Festival Cluj Modern einen musikalischen Dialog mit rumänischen Werken auf Europa führen.

In Dresden führen wir am Staatsschauspiel mit „Die rechtschaffenen Mörder“ die Aufarbeitung der Auswirkungen innerdeutschen Ost-West-Verhältnisses weiter und nicht zuletzt beschäftigen wir uns mit der europäischen Kolonial-Geschichte: So hat diese unter anderem auch zum Verschwinden von indigenen, chilenischen Sprachen geführt. In einer Produktion u.a. für den Deutschlandfunk Köln spüren wir diesen Sprachen mit mehreren Uraufführungen nach.

Apropos Geschichte: Spätestens seit "Schlachthof 5“ wissen wir, dass jederzeit alle Zeit ist. Die Gleichzeitigkeit von Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft können Sie im Februar in der genialen Vertonung von Vladimir Rannev im Festspielhaus Hellerau ein weiteres Mal erleben, diesmal in einer eigens entwickelten halbszenischen Fassung im Konzertdesign. Und auch die Geschichte der Mechthild von Magdeburg bekommt eine besondere Aufmerksamkeit mit der Uraufführung &  CD-Aufnahme eines neuen Werkes von Reiko Füting, mit der wir die erfolgreiche Zusammenarbeit am Gesellschaftshaus Magdeburg aus dem Jahr 2018 fortsetzen.

Die unentdeckten Weiten der kompositorischen Zukunft haben auch in diesem Jahr ein besonderes Gewicht. Nicht nur in der Wiederaufnahme der „Konferenz der Kinder“ von Arne Gieshoff, sondern auch mit zwei Kompositionswerkstätten unterstreichen wir unser Engagement für den sängerischen und kompositorischen Nachwuchs:  Einmal für Kinder und Jugendliche im Rahmen einer Produktion für die Kinderkomponistenklasse Sachsen, zum zweiten für Studierende im Rahmen einer  Kompositionswerkstatt für das Heinrich Schütz Musikfest. Gegenwärtige 15 Jahre AuditivVokal Dresden bedeuten künstlerisch immer alles zu geben, erst recht in der nach wie vor sehr herausforderungsvollen Corona-Lage.

Wir danken daher herzlich allen unseren Förderern und Unterstützern, ohne die unsere künstlerische Arbeit in diesen schwierigen Zeiten nicht möglich wäre. Wir werden auch in diesem Jahr nicht alle großen Fragen künstlerisch beantworten können. Aber auch deswegen  flegen wir schon seit Anbeginn unseres Bestehens einen intensiven interdisziplinären Ansatz.

Wir freuen uns daher umso mehr, dass wir unser Team um unsere  Ensemblepsychologin Prof. Dr. Maja Dshemuchadse erweitern konnten. Sie wird bei der Kompositionswerkstatt wie auch beim KI – Carthography of Voice Emotions – Projekt aktiv mitwirken und begleitet darüberhinaus unsere allgemeine künstlerische Arbeit. Lassen Sie sich von uns inspirieren und begeistern! Wir geben alles, damit wir Ihr Leben bereichern können.

Herzliche Grüße im Namen aller Auditiven,

Ihr Olaf Katzer

Wünschen Sie eines unserer Print-Exemplare zu sich nach Hause, kontaktieren Sie uns bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wir werden Ihnen die Broschüre umgehend und kostenfrei zusenden.

Die auditive Jahresbroschüe 2022
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