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Amproprification #6

Festival CTM Berlin

Unter dem Titel Amproprification #6 versammelt der Lübecker Komponist Maximilian Marcoll seit einigen Jahren eine Reihe von Stücken für Interpreten und Elektronik.

Der Titel ist eine Kombination der Begriffe „Aneignung“ und „Verstärkung“. Kurz gesagt, alle diese Amproprifikationenbilden aufwendige elektronische Verstärkungsebenen für bereits existierende Stücke anderer Komponisten. Im heutigen Konzert eignet sich Marcoll die Missa Papae Marcelli von Giovanni Pierluigi da Palestrina an, die ihrerseits fast ein halbes Jahrtausend alt ist. Keine einzige Notiz von Palestrinas Originaltext ist geändert; es wird überhaupt kein zusätzlicher Ton erzeugt.

So sind alle Amproprifikationen eigentlich „stille“ Stücke, denn sie selbst enthalten oder produzieren kein zusätzliches Klang- material. Marcoll legt über die Original- werke lediglich elektronische Filter und bietet dem Publikum so eine fesselnde zeitgenössische Lesart an.

AuditivVokal Dresden 7er Besetzung

Maximilian Marcoll’s Amproprification #6 is a series of pieces for performers and elec- tronics. Its title combines the terms “appro- priation“ and “amplification“: In short, all Amproprification #6 are elaborate ampli- fication layers for existing pieces written by other composers. These layers do not contain or produce any sound. They do, however, constitute filters, readings, and processings of the original pieces.

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HAU1, Hebbel am Ufer Berlin

AuditivVokal Dresden

Proben- und Arbeitsatelier

AuditivVokal Dresden
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